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Moorlands Totilas siegt im Deutsche Bank Preis
Sonderehrenpreis: Edwar Gal Dressurchampion von Aachen


Insgesamt 24 Mal zückten die Richter die Traumnote 10: Mit 90,96 Prozent siegten der Niederländer Edward Gal und sein zehnjähriger Rapphengst Moorlands Totilas im Deutsche Bank Preis beim CHIO 2010, Weltfest des Pferdesports. "Das Gefühl war wieder sehr gut, auch wenn wir zwei Fehler hatten", berichtet Edward Gal. In einer Trabverstärkung war der Gribaldi-Sohn in den Galopp gefallen, und in einer Piaffe machte er kurz einen Galoppsprung. "Ich wollte etwas zuviel und habe zu viel gemacht. Aber das sind kleine Details, die nicht mehr vorkommen werden", scherzte Gal.

Auch der zweite und dritte Platz in der Grand Prix Kür ging in die Niederlande: Adeline Cornelissen wurde mit dem 13-jährigen Jazz-Ulft-Sohn Jerich Parzival Zweite. Das Paar hatte 85,607 Prozent erzielt. Besondere Schwierigkeit in der Kür: Eine Piaff-Pirouette, die innerhalb der Pirouette die Richtung ändert. "Parzival ging hier so konzentriert, er hat sich überhaupt nicht ablenken lassen. Ich war sehr zufrieden mit seiner Leistung hier", berichtete Adelinde Cornelissen. Ihre Team-Kollegin Imke Schellekens-Bartels gelangte mit 81,00 Prozent auf den dritten Platz mit ihrer Stute Hunter Douglas Sunrise.

Auf dem vierten Platz endete die zehnfache Aachen-Siegerin Isabell Werth. "Satchmo hat sich hier von Tag zu Tag gesteigert und sich hier heute sehr gut präsentiert. Er hat unheimlich mit gemacht, leider hatte er einen Fehler in den Einerwechseln und hat sich in der zweiten Piaffe selbst getreten", so die Mutter von Sohn Frederik. Ihre neue Kür zur Musik von Roberto Blanco und Tom Jones überraschte mit witzigen Elementen. "Ich hatte früher oft so schwere Musik und wollte nun mal etwas Besonderes mit positivem Einfluss. Mir macht es Spaß, dazu zu reiten." Werth hatte als Einzige neben Edward Gal beim Ausritt Standing Ovations des Publikums bekommen. "Satchmo ist trotz seines Alters in sehr guter Form", sagte der deutsche Bundestrainer Holger Schmezer.

Team-Newcomer Christoph Koschel (Hagen a.T.W.) gelangte mit 75,00 Prozent auf Platz sieben. "Donnperignon hat hier heute die letzte Kraft gefehlt. Drei Prüfungen ist er auf einem Turnier noch nicht so oft gegangen. Aber er ist in dieser Atmosphäre sehr gelassen geblieben, ich habe ihn extra auf dem Abreiteplatz nicht so gefordert", berichtete der 34-Jährige. Zufrieden war auch die Österreicherin Victoria Max-Theurer, die mit 78,50 Prozent auf den sechsten Platz kam. "Aachen war für Augustin nach seiner Kolik-Operation im vergangenen Jahr erst das dritte Turnier. Er hat gezeigt, dass er sehr gut zurück gekommen ist", freute sich die 24-Jährige.

"Als Organisator kann man nur glücklich sein mit dieser Stimmung, die Dressur ist seit Freitagabend ausverkauft", so Turnierveranstalter Frank Kemperman.


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